Tarifvertrag apotheke nordrhein kündigungsfrist

Ja, die Dauer der Kurzarbeit kann auch vorzeitig verkürzt werden, sofern die im Betriebsvertrag oder den einzelnen Zusatzverträgen vereinbarten Kündigungsfristen eingehalten werden. Jede Meldung einer längeren Kurzarbeit, die der Arbeitsagentur bereits gewährt wurde, kann auch jederzeit geändert werden, wenn der Antrag auf Kurzarbeitsbeihilfe gestellt wird. Verschiedene Tarifverträge sehen bereits (hauptsächlich moderate) Aufstockungen auf das Kurzarbeitergeld vor. Der Tarifvertrag für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist dagegen bisher vorbehalten. Abgesehen von einer vierwöchigen Kündigungsfrist, die eingehalten werden musste, war es den Arbeitgebern weitgehend frei, Kurzarbeit zu gestalten. Diese Zeit ist jetzt vorbei. Mit rückwirkender Wirkung vom 1. März 2020 und zeitlich begrenzt bis zum 30. Juni 2020 haben ver.di und der Handelsverband Nordrhein-Westfalen e.V. eine Ergänzung zum MTV Einzelhandel NRW beschlossen. Ohne den Parteien der Vereinbarung durch eine Öffnungsklausel zur Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des betreffenden Unternehmens einen Spielraum einzuräumt, wurde eine Erhöhung der Kurzarbeitsbeihilfe auf 100 % der regulären Nettovergütung der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer für die ersten vier Wochen nach Bekanntgabe und auf 90 % am Ende der vier Wochen beschlossen. Im Gegenzug gilt die Kündigungsfrist nicht. Um die Steuerschuld auf den Aufzulagebetrag (Aufzahlungen sind steuerpflichtig) auszugleichen, wird der Aufzuserbetrag ebenfalls um weitere 15 % erhöht.

War der Arbeitnehmer bereits vor Beginn der Kurzarbeit arbeitsunfähig, so muss der Arbeitgeber dem Arbeitgeber zunächst weiterhin eine Lohnfortzahlung zahlen, solange die Kurzarbeit noch nicht umgesetzt ist. Solange ein Arbeitnehmer jedoch aufgrund von Kurzarbeit arbeitsunfähig ist, wird die zu zahlende Lohnfortzahlung durch die verlorene Arbeitszeit reduziert. Neben der reduzierten Dauervergütung wird ein teiles Krankengeld in Höhe der reduzierten Kurzarbeiterpauschale gewährt. Diese wird vom Arbeitgeber bezahlt. Endet die weitere Vergütungsfrist, endet auch das zusatzgeld. Dies wird durch allgemeines Krankengeld ersetzt. Mit Beginn dieser Leistung wird das Risiko, die entgangene Vergütung zu ersetzen, vollständig auf die Krankenversicherung übertragen.