Verdi tarifvertrag hebammen

Eines der Merkmale des Gewerkschaftstums am Arbeitsplatz ist ein kollektiver Ansatz in Bezug auf Löhne und Beschäftigungsbedingungen. Die kleinsten regionalen Einheiten von Verdi sind die Ortsteile, die gebildet werden können, wenn es mehrere Abteilungen auf regionaler Ebene gibt. Diese Ortsteile sollen die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern unterstützen und vereinfachen. [26] Die nächste Stufe auf lokaler Ebene sind die bundesweiten Unionsbezirke, die wiederum den Bundesländern untergeordnet sind. Diese Bundesländer entscheiden einvernehmlich über die regionalen Strukturen und Dimensionen der Bezirke[26], während die Bundesländerbezirke selbst vom Gewerkschaftsrat eingerichtet werden. [26] Verdi hat derzeit zehn Bundesländerbezirke:[32] EPSU-Generalsekretär Jan Willem Goudriaan kommentierte: “Die Arbeitnehmer haben hartnäckig Respekt für ihre Arbeit und ihre Gewerkschaftskollegen gefordert. Europäische Gewerkschafter in ganz Orpea haben ihre Kollegen bei der Sicherung eines Tarifvertrags und der Anerkennung der Gewerkschaft unterstützt. Ich scheine für alle, vor allem für die Gewerkschafter und Arbeiter in Bad Langensalza,” Verdi setzt sich dafür ein, tariflich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu sichern und zu gestalten. [47] In der Vergangenheit plädierte Verdi mehrfach für die Aufrechterhaltung der Tarifeinheit und behauptete, sie unterstütze die Durchsetzungskraft des Personals und die Akzeptanz von Tarifverhandlungen. [48] Verdi wies alle Versuche zurück, das Streikrecht der Beschäftigten zu ändern, und kündigte an, gegen entsprechende gesetzliche Beschränkungen vorgehen zu wollen, auch wenn es fälle vor dem Bundesverfassungsgericht einleiten werde. [49] [50] Im Rahmen der Tarifpolitik setzt Verdi vor allem auf die Gleichstellung von Männern und Frauen.

[51] Gender Mainstreaming spielt zusätzlich eine Rolle, wenn es um die Zusammensetzung des gewerkschaftseigenen Vorstands geht. [52] Ein weiteres Ziel der Tarifpolitik von Verdi ist es, Löhne und Renten in den alten und neuen Bundesländern in Einklang zu bringen. [53] [54] (18. Februar 2019) Verdi hat mit Celenus, der Tochtergesellschaft des französischen privaten Altenpflegeunternehmens Orpea in Deutschland, einen Tarifvertrag geschlossen. Es folgte ein langer Streik von 202 Tagen. Es umfasste mehrere Demonstrationen und europäische Solidaritätsaktionen. Die Tarifpolitik von Verdi hat vor allem durch Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst große Media-Aufmerksamkeit erregt. 2006 haben die Gewerkschaftsmitglieder einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Bundesländer angenommen, nachdem sie zuvor drei Monate lang gestreikt hatten.

[55] Der Marburger Bund lehnte das damalige Verhandlungsergebnis ab und führte die Medien zu der Meldung, er begebe sich “auf Kollisionskurs” mit Verdi. [57] Die Tarifgemeinschaft der beiden Gewerkschaften war bereits im Vorjahr aufgelöst worden. [58] 2007 starteten Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) eine drei Millionen Euro teure Werbekampagne unter dem Motto “Genug gespart”. [59] Ziel der Kampagne war es, die Aufmerksamkeit stärker auf die Arbeit des öffentlichen Dienstes im Vorfeld neuer Tarifverhandlungen zu lenken. [60] Nach einer Warnstreikwelle und mehreren Verhandlungsrunden forderten die Parteien im März 2008 eine Schlichtung. [61] [62] Obwohl dies misslang, einigte sich Verdi schließlich mit Bund, Ländern und Kommunen auf einen neuen Tarifvertrag. [63] [64] Die Gewerkschaft erzielte eine Lohnerhöhung von acht Prozent,[65] was einige Beobachter als schwere Belastung für die öffentlichen Haushalte bezeichneten. [66] Verdi zog im Handelsstreit insgesamt 50.000 neue Mitglieder an. [67] Später gelang es ihr, diesen Erfolg bei ähnlichen Verhandlungen im Jahr 2018 mit einer Vereinbarung zu wiederholen, die eine kumulative Erhöhung der Gehälter um 7,5 Prozent über einen Zeitraum von 30 Monaten vorsieht und Aufstockungen und zusätzliche Zahlungen umfasst, die den öffentlichen Sektor zu einem attraktiveren Arbeitgeber machen sollen. Kritiker warfen Verdi auch vor, sich stark für Arbeitnehmerrechte und faire Löhne in der Öffentlichkeit einzusetzen, diese Ziele aber intern nicht zu erreichen.